Über mich

Mein Name ist Claudia Harting. Ich erblickte 1984 das Licht der Welt. Normalerweise kommt jetzt: ich bin mit Hunden aufgewachsen. Bin ich leider nicht. Da meine Mutter Angst vor Hunden hat, kamen keine Hunde ins Haus. Allerdings bin ich schon als kleines Kind zu jedem Hund hingerannt, um ihn zu streicheln. Erstaunlicherweise ist dabei nie etwas passiert. Offenbar beruht meine Sympathie für Hunde auf Gegenseitigkeit.

Stattdessen hatte ich ein anderes Hobby, nämlich Judo. Viele verbinden damit Kampf. Tatsächlich wurde beim Training viel Wert auf die „10 Judoprinzipien“ gelegt: Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, Respekt, Bescheidenheit, Wertschätzung, Mut, Selbstbeherrschung und Freundschaft. Diese Werte haben meinen Charakter stark geprägt. Ich war dann auch Kampfrichter und Trainer. Dazu habe ich die Trainer-C Lizenz vom Landessportbund erworben.

Während meiner Ausbildung zur Fachinformatikerin für Systemintegration kam dann doch der erste Hund Toby ins Haus. Ein 11 Monate alter Schäferhund-Mix, der sonst im Tierheim gelandet wäre. Wie es damals üblich war, habe ich die Hundeschule mit ihm besucht. Auf Anraten der dortigen Hundetrainer habe ich auch mit einem Kettenhalsband gearbeitet. Später war ich im Hundesportverein und habe ein wenig Agility und THS (Turnierhundsport) gemacht. Allerdings sehr hobbymäßig (mangels entsprechender Gesundheit von uns). 

Nachdem er im Jahr 2007 verstorben war kam meine aktuelle Hündin Leeloo ins Haus. Sie kommt ursprünglich aus Griechenland. Sie war wesentlich sensibler als Toby. Ein lautes Wort von mir und sie sackte in sich zusammen. Da merkte ich, dass ich anders mit ihr umgehen musste. Ich habe mich belesen und mich weitergebildet.

Dazu habe ich vom Februar 2010 bis Juli 2011 an der Ausbildung zur Hundetrainerin bei animal Learn teilgenommen. Sie bestand aus 8 Theorieblöcken plus einer Woche Praktikum in der Hundeschule animal Learn und eine Woche Praktikum im Tierheim Häuser der Hoffnung.

Danach habe ich für den Hundeverein Hundeträume werden wahr e.V. verschiedene Pflegehunde aus dem Ausland aufgenommen und sie auf das Leben in Deutschland vorbereitet. Vielen Dank Roland Golde für die Fotos.

Im Jahr 2014 ergab sich dann eine unerwartete Möglichkeit. Ich bin von Berlin nach Biesenthal gezogen, weil ich den Mann meines Lebens kennenlernte. Rein zufällig wohnte er auf einem tollen Grundstück.

Anfang 2015 ist Langzeitpflegling Ronny bei uns eingezogen. Er hatte eine Leinenaggression und hat auch sehr schnell um sich gebissen, wenn er mal verletzt war. Mit Clicker und viel Leckerlis habe ich innerhalb von drei Jahren aus diesem aggressiven, unberechenbaren Hund einen treuen Begleiter gemacht.

Das Grundstück eignete sich perfekt für eine Hundepension. Keine Nachbarn, die sich beschweren, viel Wiese und ein See in der Nähe. Nun kam richtig viel Arbeit auf mich zu. Es mussten Genehmigungen eingeholt werden, das Veterinäramt hat meine Qualifikationen überprüft, das Grundstück musste ausbruchssicher gemacht werden. Und im Juni 2015 war es dann soweit, dass die Hundepension eröffnet werden konnte.

Das Team bei der Eröffnung. Von links nach rechts: Leeloo, Kay, Emma, Claudia und Ronny
von links nach rechts: Leeloo, Kay, Emma, Claudia und Ronny

2016 ging es dann Schlag auf Schlag. Im August 2016 haben wir geheiratet.

Leeloo mit dem Brautpaar Claudia und Kay
Leeloo und das Ehepaar

Die geplante Traumhochzeit wurde etwas überschattet vom Tod von Emma, die innerhalb weniger Monate den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Auch mein Mann Kay hat dann kurz nach der Hochzeit ebenfalls den Kampf gegen den Krebs verloren.

2018 wurde ich immer öfter gefragt, ob ich auch Hundetraining gebe. Also habe ich den Schritt gewagt und eigentlich mangelte es nur an der Genehmigung, so das ich nun, nach Erledigung der nötigen Formalitäten, seit Anfang 2019 ebenfalls Training anbiete.