Lotti hat Angst vor fremden Menschen
- Claudia Harting
- 17. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Das ist Lotti. Lotti ist ein Cocker Spaniel. Sie wurde letztes Jahr kastriert und hat sogenanntes “Kastratenfell” bekommen. Außerdem ist sie sehr ängstlich und mag sich von fremden Menschen gar nicht anfassen lassen. Statt sie einfach auf den Tisch zu stellen und sie am Hals festzumachen, gehe ich langsamer vor. Ich habe ihr erstmal mit ein paar Leckerlis gezeigt, dass ich nett bin. Frauchen hat gefragt, ob sie die Leine ans Halsband hängen soll, aber mir ist das Geschirr lieber (meinen Post zum Thema Halsband findest du hier).
Dann habe ich mit dem Training angefangen, in dem ich erst ein Markersignal trainiert habe. Danach habe ich das Zupfen positiv verknüpft. Das hat bei ihr nicht so schnell gefruchtet. Und da muss man immer auch körperliche Aspekte berücksichtigen.
Sie hat die Vorderpfoten nach außen gedreht, setzt sich schnell auf die Seite, wenn sie Sitz machen soll und läuft teilweise im Passgang. Ich habe deshalb empfohlen, sie von einer Physiotherapeutin durchchecken zu lassen. Ergänzend habe ich auch ein großes Blutbild empfohlen. Denn zum Beispiel können auch Probleme mit der Schilddrüse zu Verhaltensproblemen, wie Ängstlichkeit und Nervosität führen.
Aber zurück zu Lotti. Auch Schere und Maschine findet sie doof. Aber gerade an den Beinen ist das Fell sehr verfilzt. Das sorgt dafür, dass es da noch mehr ziept. Deswegen habe ich es an den Beinen erstmal irgendwie kurz geschnitten, um ihr zu zeigen, dass es nicht weh tut. Natürlich ziept es trotzdem etwas, weil es verfilzt ist.
Und so wie es hochsensible Menschen gibt, die auf alles sehr feinfühlig reagieren, gibt es auch Hunde, die auf jede Berührung reagieren.
Um es besser aushalten zu können, habe ich ihr als Kooperationssignal das Kinntarget beigebracht. Das weiter zu üben ist auch die Hausaufgabe für Frauchen. Und hier zeigt sich, wie sehr es den Hunden hilft, wenn ich als Hundetrainerin als Ergänzung das Training einfließen lasse.



